Der Weißfluss ist bei jungen Frauen eigentlich eine ganz normale Erscheinung. Dieser erste
Weißfluss bzw. weißliche Schleim im Intimbereich junger Frauen signalisiert aus gynäkologischer Sicht,
dass die innere Wandlung zur gebärfähigen Frau nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.
Die Dauer des Weißflusses kann sehr variabel sein und sich über einen Zeitraum von drei bis zwölf Monate vor der ersten Regel
erstrecken. Wenn er stärker wird, setzt die Regel bald ein.
Manche Frauen haben zuerst eine Art Vorblutung gehabt und einen Monat später ihre erste Regel.
Der Weißfluss ist in gewisser Weise ein normaler Ausfluss aus der weiblichen Scheide. Die Menge variiert mit der monatlichen
Regelblutung. So ist er in der Mitte des Zyklus, beim Eisprung und vor der Menstruationsblutung durch weibliche Sexualhormone
vermehrt. Weißfluss ist weißlich, klar und geruchlos. Er besteht aus dem Gebärmutterhalsschleim und abgestoßenen Schleimhautzellen
aus der Scheide. Außerdem sind viele Bakterien enthalten, diese in der Scheide eine saure Umgebung erzeugen, welche vor Bakterien
und anderen Krankheitserregern schützen soll.
Durch übertriebene oder mangelhafte Hygiene, Abwehrschwäche, Hormonänderungen oder Hormonstörungen, nach Antibiotikatherapie
kann es zur Änderung der sauren Scheidenumgebung kommen. Das begünstigt die Besiedlung der Scheide mit vielen möglichen Krankheitserregern, wie beispielsweise Viren und andere Bakterien.
Meist erkennt man eine Scheidenentzündung an der Änderung des Ausflusses und anderen zusätzlichen Symptomen. Einer davon ist der vermehrte Juckreiz
Bei den häufigen Pilzinfektionen ist der Ausfluss weiß, cremig und es besteht oft Juckreiz.
Bei der bakteriellen Entzündung der Vagina ist der Ausfluss grau, dünnflüssig und übelriechend.
Ist der Ausfluss braun, blutig und es handelt sich nicht um den Beginn der Regelblutung, muss die Frau unbedingt zu einem ärztlichen Spezialisten, damit eine bösartige Geschwulst ausgeschlossen werden kann.
Außerdem ist es auch richtig, dass die Stärke des Weißflusses mit der Ernährung in Zusammenhang stehen soll. Man soll nach Möglichkeit speziell in dieser Zeit weniger Speisen mit Mehl und Zucker essen, wie beispielsweise Kuchen, Brot oder Süßigkeiten. Wenn die junge Frau diese Anregungen auslässt, kann es passieren, dass die Stärke des Weißflusses stark schwankt.