Sildenafil ist der Freiname des Arzneistoffes, der 1998 von der
US-amerikanischen Firma Pfizer unter dem Namen Viagra® zur
Behandlung der Erektionsstörungen beim Mann, als
Tabletten auf den Markt gebracht wurde. In Deutschland,
Österreich und der Schweiz ist Viagra verschreibungspflichtig.
Ein
Teil des physischen Prozesses der Erektion beinhaltet die Freisetzung
von Stickstoffmonoxid im Schwellkörper. So wird eine leichte
Muskelentspannung ausgelöst, welche das Einströmen
von Blut
und damit die Erektion ermöglicht. ildenafil ist ein
Hemmstoff,
der die erforderlich enstpannung des Schwellkörpermuskels
ermöglicht. Nach Studien ermöglicht der Wirkstoff
Sildenafil
bei 69 % der männlichen Patienten eine Erektion, die
für die
Dauer eines Geschlechtsverkehrs aufrechterhalten wird. Sildenafil hat
im Gegensatz zu den bis dahin eingesetzten Potenzmitteln, die sich die
Patienten z. B. mit der Nadel in den Penis spritzen mussten, den
Vorteil, dass es nur dann wirkt, wenn der Patient auch sexuell erregt
ist. usmaß und Dauer einer Erektion hängen vom
Blutzufluss
und Blutabfluss in den Schwellkörpern des Penis ab. 2004 hat
der
Pharmakonzern Pfizer nach mehrjähriger Forschung entschieden,
den
Wirkstoff Sildenafil nicht für Frauen auf den Markt zu
bringen.
Tests an rund 3000 Frauen mit sexuellen Funktionsstörungen
hätten keine brauchbaren Ergebnisse geliefert. Die Bezeichnung
Viagra® ist übrigens ein rechtlich
geschütztes Kunstwort.
Angeblich setzt sie sich aus den Begriffen vigor (lateinisch
für
"Stärke") und Niagara zusammen. Mit der
Markteinführung von
Viagra war die erektile Dysfunktion erstmals bei vielen Patienten ohne
große Unannehmlichkeiten behandelbar. Dies hatte
weitreichende
Folgen auf das Sexualleben in vielen Familien und Partnerschaften. Auf
der einen Seite war vielen Patienten, die aufgrund von Erkrankungen wie
Diabetes, KHK, usw. nicht mehr in der Lage waren, eine Erektion zu
erlangen, wieder die Möglichkeit zu einem erfüllten
Liebesleben gegeben. Auf der anderen Seite klagten schon bald
Ehefrauen/Partnerinnen, die an den sexarmen Zustand
„gewöhnt“ waren, dass ihr Partner
für sie
plötzlich anstrengender geworden sei, als sie es sich
wünschen würden. Es stellte sich heraus, dass
für den
Einsatz von Viagra eine intensive Beratung nicht nur mit dem Arzt
sondern auch mit der Partnerin sinnvoll ist.