Zwischenmenschliche Sexualität wird in allen Kulturen auch als
ein
möglicher Ausdruck der Liebe zwischen zwei Personen
verstanden.
Beim Menschen scheint die Sexualität im Gegensatz zu fast
allen
Tieren kein reines Instinktverhalten zu sein, sondern auch bewussten
Entscheidungsprozessen zu unterliegen. Menschen drücken ihre
sexuelle Anziehung zum Anderen durch unterschiedliche Formen und
Aspekte aus: Zärtlichkeiten, Worte, verschiedene sexuelle
Praktiken, durch besitzergreifendes Verhalten. Die Sexualität
des
Menschen beeinflusst seine Psyche, seine persönliche
Entwicklung,
die Formen seines Zusammenlebens sowie - auch beeinflusst von der
Sexualmoral - die gesamte Sozialstruktur, also die Kultur und
Gesellschaft, in der er lebt. Da zwischen der Sexualität des
Mannes und der Sexualität der Frau teils erhebliche
Unterschiede
bestehen, führt diese Diskrepanz bei der
Heterosexualität zu
mannigfaltigen Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den Geschlechtern.
Folgen mangelnder Anpassung auf beiden Seiten können sich auch
in
sexuellen Funktionsstörungen bei Frau und Mann niederschlagen.
Außer der am weitesten verbreiteten Ausrichtung des
Sexualverhaltens, der Heterosexualität, weist das
Sexualverhalten
des Menschen weitere sexuelle Orientierungen auf. Dazu gehören
zum
Beispiel die Homosexualität, d.h. die Ausrichtung des
Sexualtriebs
auf das eigene Geschlecht, die Bisexualität, die sich auf
beide
Geschlechter richtet, die Asexualität, wo kein Verlangen nach
Sex
- weder mit dem männlichen noch weiblichen Geschlecht -
besteht,
oder auch die fetischistische Sexualität, die sich auf
unbelebte
Gegenstände oder bestimmte Handlungen richtet. Früher
teilweise tabuisiert und verboten, gewinnen diese Ausrichtungen heute
in aufgeklärten Gesellschaften zunehmend an Akzeptanz und sind
in
vielen Ländern heute gesetzlich legal.