jährliche Tag des Kusses.
Nach heutiger Erkenntnis kommt der Kuss von der
Mund-zu-Mund-Fütterung, die bei vielen Tieren und sogar bei
einigen Volksstämmen üblich ist. Eine weitere Theorie
führt das Küssen auf die orale Phase des Kindes und
die in
dieser Zeit stattfindende Lustbefriedigung über den Mund,
zurück. In Asien und der Arktis dagegen weit verbreitet ist
der
„Riechgruß“ (häufig auch
„Nasenkuss“
oder „Eskimokuss“ genannt, siehe auch Abschnitt
Kulturelle
Unterschiede). Dieses Verhalten ist vom Beschnüffeln des
Gegenübers ableitbar. In der westlichen Kultur wird der Kuss
meistens genutzt, um Liebe oder (sexuelle) Zuneigung
auszudrücken.
Normalerweise sind dabei zwei Personen beteiligt, die sich gegenseitig
auf die Lippen küssen, oder eine küsst die andere an
verschiedenen Stellen ihres Körpers. Beim Küssen aus
Zuneigung ist das körperliche Empfinden oft wichtig.
Liebesküsse sind oft lang und intensiv (z. B. Zungenkuss). An
den
Lippen sind besonders viele Nervenden vorhanden, wodurch beim
Küssen besonders der Gefühlssinn beteiligt ist.
Weiterhin
werden durch die Nähe beim Kuss Pheromone besonders gut
übertragen. Ein Kuss kann so die Lust steigern.Neben der
erotischen Komponente soll es auch eine Kuss-Symbolik geben, z. B.
bedeutet ein Kuss auf die Augenlider einen Ausdruck der Sehnsucht. "Ein
Kuss ist vielleicht nicht die Wahrheit, aber er ist das, wovon man sich
wünscht, dass es die Wahrheit wäre.“ (Steve
Martin in
dem Film „L. A. Story“). So wird auf eine
romantische Weise
gesagt, dass die innerseelischen Kreisläufe zweier Menschen
niemals dieselben sein können. D. h., die Art des Denkens und
Fühlens sind bei jedem Menschen verschieden, wegen der
unterschiedlichen äußeren Lebens- bedingungen die
beim
Heranwachsen auf das Nerven- system einwirkten. Deshalb entwickelt sich
ein inneres System des Denkens, Handeln und Fühlens, das von
Ort
(soziales Umfeld) und Zeit (z. B. Mittelalter, Gegenwart)
geprägt
wurde. Zwei Seelen finden sich, wenn ihre innere Welt (wenn auch nicht
ganz) harmoniert, oder sich ergänzt. Der laut Guinness-Buch
(online-Version) längste Kuss der Welt fand übrigens
am 5. Dezember 2001 in New York City, USA zwischen Louisa Almedovar und
Rich Langley statt und dauerte 30 Stunden, 59 Minuten und 27 Sekunden.